Den Keller zu einer Hobbywerkstatt ausbauen – Teil 1

Rotationslaser von Tacklife

In diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, wie ich meinen Keller zu einer Hobbywerkstatt umgebaut habe.

Hier die Ausgangssituation:

Anbringen einer Verlattung an die schiefe Kellerwand

Die Mauern des Hauses im Keller sind krumm und schief. Ich habe mich daher dazu entschlossen, die Wände mit OSB Platten zu verkleiden. Nun kann man aber nicht einfach die Platten an die schiefen Wände schrauben. Ich habe mich daher für eine Verlattung als Unterbau entschieden. Dazu habe ich zunächst senkrechte Latten (Sägerauh, 2000 x 44 x 24) an die Wand angebracht. Dabei habe ich schon darauf geachtet, dass diese korrekt im Lot stehen. Den Tiefenversatz in der Ebene habe ich zunächst noch ignoriert. Darum habe ich mich im nächsten Schritt gekümmert. Befestigt wurde jede Latte mit 3 Dübeln an der Wand. Sie sind etwa in 90 cm Abstand.

Irgendwie hat es mir widerstrebt, die Latten unbehandelt anzuschrauben. Kellerwand und Holz?! Ich habe vorsichtshalber das Holz mit einer brauen Lasur behandelt, da es ja auch im direkten Kontakt mit der Kellerwand steht. Das hat zwar noch einmal zusätzlich Zeit gekostet, aber ich wollte so das Holz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall schützen. Ich habe die Kostengünstige B.-Carbolin Lasur im Baumarkt gekauft. Diese war sehr ergiebig und aus meiner Sich absolut zweckmäßig. Sie trocknet auch sehr fix und nach 3 Stunden konnte man die Latten schon anschrauben.

Ich habe die Lasur mit Hilfe einer Schwammrolle aufgetragen.

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Bei der Querlattung habe ich eine straff gespannte Maurerschnur benutzt um ein Gefühl für den Tiefenversatz zu bekommen. Diesen Versatz habe ich mit Unterlegscheiben oder mit speziell zugesägten Holzklötzchen ausgeglichen. Dabei war mein Streichmaß und die Bandsäge sehr von Vorteil. Ich konnte damit den Versatz der Vertikalen Latten hin zu einer finalen Ebene ausgleichen. Hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar, wenn ihr hierzu einen anderen Vorschlag habt. Ich bin da echt Anfänger. Eine freistehende Variante, wie man das vielleicht bei einer Trockenbauwand machen würde, erschien mir persönlich etwas zu kompliziert bzw. zu aufwändig. Die baulichen Veränderungen sollten sich in einem gewissen Rahmen halten, damit ein Rückbau auch möglich ist.

Anbringen der OSB-Platten

Im nächsten Schritt habe ich die Positionen der Querlatten dokumentiert, da die OSB-Platten von vorne angeschraubt werden mussten. Da ich das ganze alleine gemacht habe, habe ich die oberen und unteren Latten auch zum fixieren der jeweiligen anzubringenden OSB-Platte genutzt. Dabei kamen Schraubzwingen zum Einsatz. Die Vernutung der Platten hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen. Damit bekommt man eine schöne geschlossene Fläche. Achtet dabei genau auf die Seite. Wenn man die OSB-Platten ineinander Steckt schliesst sich die eine Seite zu einer geschlossenen Fläche und auf der anderen Seite bleibt ein Spalt zurück. Dieser Spalt sollte natürlich nach hinten zeigen. Einen kurzen dicken Balken habe ich als Auflage und Abstandshalter vom Boden genutzt. Er erwies sich als äußerst praktisch, weil ich so die schwere Platte auch erst mal abstellen konnte, bevor ich sie festgezwingt habe. Dann wurde sie mit 9 Schrauben an den Latten fixiert und der Auflage Balken entfernt

Ich habe mich übrigens für 15 mm dickes OSB entschieden. Diese Stärke erscheint mir von der Stabilität ein guter Kompromiss aus Festigkeit und Preis. Es gibt meist noch 12 mm, 18 mm, 22 mm und 25 mm. Die Gesamtmaße sind 2050 mm x 625 mm.

Die Verlattung bietet der Wand zwar genügend Luft zum Atmen, gleichzeitig verliert man aber dennoch etwas Platz. Dennoch halte ich dies für sinnvoll, denn es sind ja immer noch Kellerwände und sie können je nach Jahreszeit eine gewisse Feuchtigkeit besitzen. Mit meiner Verlattung als Unterkonstruktion kann alles schön atmen und die Luft zirkulieren.

Hier sieht man den Abstand zur Kellerwand

Das Ausrichten der OSB-Platten und das Anzeichnen der Verschraubungen habe ich mit einem Rotationslaser durchgeführt. Ich hätte mir dieses Gerät schon eher kaufen sollten. Es hat die Arbeit extrem vereinfacht. Vor allem, wenn man viel alleine macht, kann ich das Gerät nur ans Herz legen.

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Weiterhin stehen die OSB-Platten nicht auf dem Boden. Der Luftspalt von etwa 7 cm ermöglicht ebenfalls eine Luftzirkulation. Zudem wird auch hierbei ein Feuchtigkeitstransport vom Boden auf das Holz vermieden. Ob sinnvoll oder nicht, kann jeder für sich entscheiden. Es hat auch den Vorteil, das die Platten durch die „schwebende“ Aufhängung auch schön gerade ausgerichtet werden konnten.

Hier sieht man den Abstand zum Boden, welche durch die Unebenheit etwas variiert.

Den Zuschnitt der OSB-Platten habe ich mit meiner Bosch Professional Handkreissäge GKS 65 GCE durchgeführt. Ich habe Oben und Unten jeweils einen Streifen abgeschnitten. Dabei habe ich immer zwei Platten übereinander gelegt und gleichzeitig abgeschnitten. Dank der Führungsschiene FSN 1600 und den passenden Schnellzwingen konnte ich dies auch ohne verrutschen. Ich kann euch beim Kauf einer Handkreissäge nur dazu raten euch genau zu überlegen, was ihr euch zulegt und vielleicht lieber einmal eine ordentliche Anschaffung macht.

Hier sieht man den Zuschnitt der Wandplatten

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Die erste fertige Wand

Insgesamt habe ich 3 Wände so verkleidet. Die eine Wand ist dabei etwas komplizierter gewesen, da sie einen Abschnitt für das Kellerfenster benötigte. Diesen Ausschnitt habe ich vor der Montage entsprechend vorgesehen und die Platten dafür gekürzt. Auch bei dem Fenster habe ich vorher eine Verlattung als Unterbau angebracht

Hier sieht man die 2. fertige Wand inklusive des Ausschnitts für das Fenster.

Hier geht es weiter mit Teil 2

Dies ist ein Mehrteiler:
Teil 2 – Planung, Unterschränke und Regale
Teil 3 – Arbeitsplatten und Schubladen

Transparenz:

Ich habe alles von meinem eigenem Geld gekauft. Es gab zu diesem Post keine Kollaboration mit einer Firma. Die Nennung der Marken könnte man Als Werbung auslegen, daher kennzeichne ich diesen Beitrag als solche. Ich übernehme auch keine Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Aussagen.

Den Keller zur Hobbywerkstatt umbauen Teil 1

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