Den Keller zu einer Hobbywerkstatt ausbauen – Teil 2

Den Keller zu einer Hobbywerkstatt ausbauen – Teil 2

Werkstatteinrichtung planen

Nachdem die drei Wände aus Teil 1 fertig aufgestellt waren, habe ich begonnen die Unterschränke zu planen. Dabei habe ich mich ein wenig an dem Aufbau von den IKEA Küchenkorpussen orientiert. Das kam auch weil ich meine IKEA Küche selber aufgebaut habe und diese nun auch sehr gut kann und beim Aufbau der Küche auch gemerkt habe, wie durchdacht solch ein modaleres System ist. Dennoch habe ich mich dann entschieden die Unterschränke erst einmal komplett am Rechner zu planen. Dafür habe ich Autodesk Fusion 360 benutzt.

Autodesk Fusion

https://www.autodesk.de/products/fusion-360/

Begonnen habe ich mit dem vermessen des Kellers. Da ich dies alleine gemacht habe kam ein neues Tool zum Einsatz: ein Laser Distanzmessgerät. Ich war zunächst etwas skeptisch ob diese Technik auch zufriedenstellend funktioniert und ob ich mir wirklich so etwas zulegen soll. Ich muss sagen, ich bereue den Kauf in keiner Weise. Ich kann euch sagen es ist wirklich praktisch weil be Strecken von mehr als 1,30 m reichen einfach die Arme nicht mehr, bzw. anhalten und ablesen ist dann mit einem Bandmaß wirklich kompliziert. Mit dem Laser Distanzmessgerät von Tacklife ist es echt easy. Natürlich musste ich auch mal nachmessen und ich kann euch sagen, es stimmt wirklich auf den Millimeter. Das hat mich echt positiv überrascht. Deswegen hier meine ganz ehrlich und unbeeinflusste (Keine Kooperation, kein Auftrag, selbstgekauft) Meinung dazu: Fette Kaufempfehlung!

Hier ist mein Gerät:

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Und hier noch ein paar alternative Geräte:

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In Fusion 360 habe ich als erstes den Kellergrundriss gezeichnet. Dabei habe ich mich auf die Maße der eingezogenen Wand beschränkt, denn da müssen ja die Schränke eingepasst werden. Hier seht ihr den Grundriss meines Kellers:

Grundriss Keller
Grundriss des Kellers
gerenderte Ansicht meines Kellers
Dies ist eine gerenderte Ansicht meines Kellers

Jetzt musst ich mir überlegen, wo welche Geräte stehen sollen. Ich gebe zu, dass ist mir wirklich sehr schwer gefallen, da ich auch noch gar nicht so genau wusste, was ich mir eigentlich alles anschaffen mag. Was brauche ich denn wirklich und was eher nicht? Der Platz ist ja trotzdem begrenzt, es müssen also Kompromisse gefunden werden.

Unterschränke aufbauen

Als Basismaterial habe ich mich bei den Unterschränken wieder für 15 mm OSB-Platte entschieden, genau wie bei den Wänden auch. Da sich weder einen Transporter noch eine Anhängerkupplung am Auto besitze, habe ich wieder die OSB-Platten mit 2050 mm x 625 mm Abmaßen gekauft. Manchmal waren diese sogar vergriffen, was zu Verzögerungen geführt hat.

Eck-Unterschrank

Natürlich habe ich mir auch gleich zu Anfang noch das komplizierteste Element herausgesucht, den Eckschrank. Ecken sind eigentlich immer bei allen Schränken kompliziert. Ich wollte den Stauraum aber effektiv nutzen. Wie breit mache ich die Öffnung? da fehlten mir auch einfach mal Erfahrungswerte und ich habe mich erneut an den Küchenelementen orientiert.

Rendering von dem Eck-Unterschrank
Das ist das Rendering von dem Eck-Unterschrank

Ich habe mich zudem entschieden, dass ich nur einen Zwischenboden darin haben möchte. Erschwerend kam noch hinzu, dass an der Fensterseite meine Kappsäge stehen soll und diese eine größere Tiefe erfordert. Dazu hatte ich die Säge vorher genau vermessen. Deswegen sind die Schränke an der Fensterseite auch 900 mm tief. Das hatte wiederum auch noch zur Folge, dass ich dort die Böden und Schubladen aus zwei Platten mit der Nut zusammensetzen musste, was wiederum auch einiges mehr an Aufwand beim Zuschneiden mit sich brachte. Außerdem musste die Arbeitsplatte auch eine größere Tiefe besitzen als nur die 600 mm. Auch hier habe ich einfach gestückelt. Aber dazu dann mehr in Teil 3.

Der Eckschrank besitzt ein Grundmaß von 1200 mm x 900 mm und eine Korpushöhe von 900 mm plus die Füße. Somit ergibt sich eine Arbeitsflächenhöhe von etwa 1000 mm. Da ich recht groß bin empfinde ich dies als sehr angenehm. Auf den Fotos erkennt man, das ich bei den Seitenwänden die sowieso an der Wand sind, etwas Material gespart habe. Zusätzliche Latten dienen der Verstärkung und Versteifung. Der Einlageboden ist verschraubt und durch eine Latte gestützt, was auch noch mal etwas zusätzliche Stabilität erzeugt. Insgesamt ist der Eckkorpus mit 90er Tiefe das größte, komplizierteste und schwerste Element von allen.

Korpusse mit Auszügen

Wie man auf den Fotos erkennt, habe ich die Vollauszüge schon vor der Montage des Korpus angezeichnet und montiert. So ließ sich der Winkel gut anlegen und die Auszüge positionieren. Ich habe bei der Montage der OSB-Platten 4 x 40 mm Schrauben verwendet. Die Auszüge habe ich mit 3 x 16 mm Schrauben befestigt. Beim Verschrauben von Brett mit Brett (im rechten Winkel) würde ich Schrauben mit Teilgewinde Empfehlen. Ich habe auch vorgebohrt und angesenkt. Die Eckspanner waren wirklich sehr hilfreich, auch wenn sie sehr Preisgünstig waren.

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Ich babe zu diesem Zeitpunkt noch keine Tischkreissäge besessen und habe daher alle Zuschnitte mit der Handkreissäge und der Kappsäge durchgeführt. Das war schon sehr Zeitaufwändig. Ich wenn ich oft 2 Platten übereinander hatte und somit etwas Zeit gespart habe, hat es sich schon ganz schön hingezogen. Die Führungsschiene war einfach echt eine extrem große Hilfe.

Das Aufrichten der Unterschränke habe ich mit Hilfe des Rotationslasers durchgeführt. Dabei hatte ich auch Hilfe von einem Freund, weil die Schränke doch gut Gewicht hatten und ich auch nicht so sehr viel Platz zum Bewegen hatte. Es ist echt erstaunlich wieviel dieses OSB dann wiegt im vergleich zu Spanplatte.

Ausrichten mit dem Rotationslaser
Ausrichten mit dem Rotationslaser

Regale aufbauen

Um noch ein paar Dinge schnell abstellen zu können habe ich noch ein paar einfache offene Regale vorgesehen. Dabei wollte ich zum ersten Mal ein paar Dübelverbindungen setzen. Mit dem Meisterdübler von Wolfcraft geht das auch echt super muss ich sagen. Ich kann diese Bohrlehre nur empfehlen, da sie vom Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich sehr gut liegt. dazu habe ich mir auch noch mal ein paar neue scharfe Holzbohrer gekaut, da meine irgendwie nicht so gut gingen. Die Tiefenstops von Waolfcraft sind auch sehr zu empfehlen. Wichtig ist, dass diese keine Schraube haben, welche auf den Bohrer schraubt. Besser ist es, wenn sich die Manschette durch eine Schraube zuzieht und sich am Bohrer so festdrückt.

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Alternativ kann man auch die ebenfalls sehr beliebten Flachdübel einsetzen. Ich besitze am zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein entsprechendes Gerät um die Schlitze zu fräsen. Wer richtig Geld ausgeben mag, kann sich auch eine Domino-Fräse zulegen, aber das muss sich dann erst mal rentieren.

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Nach dem die Regalbretter auf Breite zugeschnitten wurden, habe ich sie mit der Kappsäge auf Länge gesägt. Dabei zeigte sich der Vorteil der Zugfunktion. die Breite von 300 mm (= Regaltiefe) war überhaupt kein Problem. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keine Tischkreissäge besessen und ein Zuschnitt mit der Handkreissäge wäre echt umständlich geworden. Mit der Kappsäge ging das sehr zügig von der Hand.

Nach dem Zuschnitt habe ich mit dem bereits erwähnten Meisterdübler 8er Holzdübel gesetzt. Ich habe mir die Positionen der Dübel vorher grob angezeichnet und dann gebohrt. Zur Sicherheit habe ich aber dennoch ein paar Schrauben gesetzt.

hohes OSB-Kellerregal
Hier sieht man eines der hohen Regale fertig montiert

Die Regale sind recht zügig angefertigt und montiert. Sie stehen auf dem Holzgestell auf, somit sind sie optimal abgestützt.

Weiter geht es mit Teil 3, der bald noch kommt.

Dies ist ein Mehrteiler:
Teil 1 – OSB-Wand einziehen
Teil 3 – Arbeitsplatten und Schubladen

Transparenz

Ich habe alles von meinem eigenem Geld gekauft. Es gab zu diesem Post keine Kollaboration mit einer Firma. Die Nennung oder Sichtbarkeit der Marken könnte man als Werbung auslegen, daher kennzeichne ich diesen Beitrag als solche. Ich übernehme auch keine Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Aussagen.

Den Keller zur Hobbywerkstatt umbauen Teil 2

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